Am 20. November wird weltweit der Opfer von transphober Gewalt gedacht. Der Transgender Day of Remembrance wird seit 1999 begangen. Anlass ist der Mord an der afroamerikanischen Transfrau Rita Hester, der bis heute nicht aufgeklärt wurde.

Nach wie vor wird Hasskriminalität gegen transgeschlechtliche Personen nicht gesondert erfasst. Es bedarf einer Reform der polizeilichen Erfassungssysteme, damit Hasskriminalität detailliert aufgeschlüsselt und in ihren realen Ausmaßen gesellschaftlich sichtbar wird.

331 Menschen mussten im vergangenen Jahr ihr Leben lassen, weil sie trans* waren. Das jüngste zu beklagende Opfer war gerade einmal 14 Jahre, das älteste Opfer 80 Jahre. Die meisten dieser Mordfälle wurden in Südamerika registriert. Seit Beginn der statistischen Erfassung wurden vom 1. Januar 2008 bis 30. September 2019 insgesamt 3.314 Mordfälle in 74 Ländern der Erde registriert. Die Dunkelziffer ist weitaus höher.

Auch in Deutschland sind trans Menschen der Gefahr von Gewalt ausgesetzt. Erst vor wenigen Tagen fand eine trans Frau in Oppenheim ein Plakat an ihrer Haustür mit der Aufforderung „Schlagt ES, bespuckt ES“ mit dem Hinweis auf die Nazizeit „früher hätte man dich vergast“.