LSU Bayern begrüßt Bayerischen Aktionsplan QUEER – Vielfalt stärken, Sicherheit gewährleisten, Zusammenhalt fördern
München, 16. Juni 2026
Die LSU Bayern begrüßt den heutigen Beschluss des Bayerischen Kabinetts zur „Agenda für Vielfalt und gegen Ausgrenzung“ sowie den Bayerischen Aktionsplan QUEER ausdrücklich.
Mit dem erstmals beschlossenen Aktionsplan setzt Bayern ein wichtiges Signal für Respekt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein sicheres Miteinander. Aus Sicht der LSU Bayern zeigt die Staatsregierung damit: Freiheit, Würde und Schutz gelten für alle Menschen gleichermaßen.
Dazu erklärt Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern:
„Der heutige Beschluss ist ein wichtiges Zeichen für Bayern. Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt gehören für uns untrennbar zusammen. Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität ausgegrenzt oder bedroht werden.
Mein Dank gilt Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Dass Bayern heute diesen Schritt geht, ist auch Ausdruck einer politischen Haltung, gesellschaftliche Entwicklungen ernst zu nehmen und Verantwortung zu übernehmen. Ohne diese Bereitschaft wären wir heute nicht an diesem Punkt.
Der Bayerische Aktionsplan QUEER verbindet aus unserer Sicht wichtige Schwerpunkte: Schutz vor Gewalt, bessere Beratungsangebote, mehr Sensibilisierung und eine stärkere gesellschaftliche Teilhabe. Entscheidend wird nun sein, die angekündigten Maßnahmen verbindlich und praxisnah umzusetzen.
Als LSU Bayern begleiten wir diesen Weg konstruktiv. Unser Anspruch ist klar: Ein modernes Bayern, in dem Menschen frei leben können, sich sicher fühlen und selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft sind.“
Mit Blick auf die öffentliche Debatte ergänzt Jakob Schneider:
„Dass unmittelbar nach einem solchen Beschluss erneut vor allem Defizite hervorgehoben werden, überrascht in politischen Debatten nicht. Kritik und der Anspruch auf Verbesserung gehören zu einer lebendigen Demokratie dazu.
Gleichzeitig sollten wir anerkennen, wenn nach vielen Jahren Diskussion erstmals ein Bayerischer Aktionsplan QUEER beschlossen wird. Wer lange einen Aktionsplan fordert, sollte den politischen Schritt dorthin auch als Fortschritt würdigen – selbst wenn nicht jede Forderung bereits vollständig umgesetzt ist.
Für die LSU Bayern ist klar: Der heutige Beschluss ist kein Endpunkt, sondern ein Anfang. Entscheidend wird sein, die Maßnahmen nun gemeinsam mit Verbänden, Kommunen und der Zivilgesellschaft weiterzuentwickeln und mit Leben zu füllen.
Unser Ziel bleibt, konkrete Verbesserungen für die Menschen in Bayern zu erreichen – nicht die Frage, wer am Ende die schärfste Pressemitteilung geschrieben hat.“
Gerade vor dem Hintergrund zunehmender queerfeindlicher Hasskriminalität in Bayern ist es aus Sicht der LSU Bayern richtig, Prävention, Beratung und Schutzstrukturen weiter auszubauen.
Die LSU Bayern wird den weiteren Umsetzungsprozess aktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Perspektiven queerer Menschen aus allen Regionen Bayerns in die Weiterentwicklung des Aktionsplans einfließen.
Unsere Vielfalt. Unsere Stärke.
LSU Bayern
Landesvorstand
Stellungnahme der LSU Bayern zur Änderung der Beflaggungspraxis in Aschaffenburg
München, 1. Juni 2026
Die LSU Bayern nimmt die Entscheidung der Stadt Aschaffenburg zur Kenntnis, künftig auf eine besondere Beflaggung des Rathauses zu verzichten. Gleichzeitig begrüßen wir ausdrücklich, dass die Stadt auch weiterhin sichtbare Zeichen für Vielfalt, Respekt und die Akzeptanz queerer Menschen setzen wird.
Wir haben Verständnis dafür, dass die Stadt Aschaffenburg nach den teilweise sehr emotional und kontrovers geführten Debatten der letzten Tage eine einheitliche Linie bei der Beflaggung anstrebt. Entscheidend ist für uns jedoch nicht allein die Frage, welche Fahne an welchem Mast hängt, sondern welche Botschaft eine Stadt an ihre Bürgerinnen und Bürger sendet.
Die angekündigte Beleuchtung der Ebertbrücke in Regenbogenfarben sowie Informationsangebote an der Tafel des Stadttheaters zu queeren Lebensrealitäten zeigen, dass die Stadt weiterhin an der Seite der queeren Community steht. Dieses Signal begrüßen wir ausdrücklich.
Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass Symbole eine wichtige gesellschaftliche Wirkung entfalten. Niemand würde die Bedeutung von Stolpersteinen infrage stellen, weil sie die Vergangenheit nicht ändern können. Niemand würde die rote Bank gegen Gewalt an Frauen als überflüssig bezeichnen, weil sie Gewalt nicht unmittelbar verhindert. Sichtbare Zeichen schaffen Bewusstsein, fördern Respekt und zeigen gesellschaftliche Verantwortung.
Gerade in Zeiten, in denen Minderheiten wieder verstärkt marginalisiert werden und gesellschaftliche Debatten zunehmend von Polarisierung geprägt sind, kommt solchen Zeichen eine besondere Bedeutung zu. Als Christsoziale sind wir überzeugt, dass der Schutz von Minderheiten und die Achtung der Menschenwürde zu den Grundpfeilern unserer freiheitlichen Demokratie gehören.
Deshalb werben wir dafür, die Diskussion nicht an einer einzelnen Fahne festzumachen. Entscheidend ist, dass queere Menschen spüren, dass sie willkommen sind, dass ihre Lebensrealitäten sichtbar bleiben und dass sie auf die Unterstützung ihrer Stadt und unserer Gesellschaft vertrauen können.
Die LSU Bayern wird diesen Weg auch weiterhin konstruktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt in Bayern sichtbar bleiben.
Unsere Vielfalt. Unsere Stärke.
LSU Bayern
Landesvorstand
LSU Bayern: Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare sind ein Zeichen von Würde, Respekt und gelebter Seelsorge
München, 13. Mai 2026
Kurz vor dem Katholikentag wird erneut über offizielle Segensfeiern für schwule und lesbische Paare gestritten. Der Konflikt zwischen dem Vatikan und Teilen der deutschen Bischöfe zeigt, wie groß der Abstand zwischen kirchlicher Lebenswirklichkeit vor Ort und römischer Zurückhaltung weiterhin ist.
Dazu erklärt Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern:
„Die deutschen Bischöfe verlangen von Rom nicht zu viel. Sie nehmen vielmehr ernst, was in vielen Gemeinden längst Realität ist: Schwule und lesbische Christinnen und Christen sind Teil der Kirche, übernehmen Verantwortung, leben verbindliche Beziehungen und suchen den Zuspruch Gottes wie alle anderen Gläubigen auch.“
Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare seien kein Angriff auf Glauben, Tradition oder Sakramente. Sie seien Ausdruck einer menschenzugewandten Seelsorge, die Menschen nicht ausgrenzt, sondern begleitet.
Jakob Schneider weiter:
„Segen ist keine politische Provokation. Segen ist Zuspruch, Stärkung und Begleitung. Wer Menschen in Liebe, Treue und Verantwortung den Segen verweigert, sendet ein falsches Signal — gerade an jene, die trotz vieler Verletzungen Teil der Kirche geblieben sind.“
Die LSU Bayern unterstützt ausdrücklich eine pastorale Praxis, die die Würde jedes Menschen in den Mittelpunkt stellt. Christlicher Glaube und die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Liebe schließen sich nicht aus. Vielmehr muss Kirche dort glaubwürdig sein, wo Menschen nach Halt, Anerkennung und Gemeinschaft suchen.
„Die Debatte darf nicht länger auf dem Rücken queerer Menschen geführt werden. Viele schwule und lesbische Katholikinnen und Katholiken engagieren sich seit Jahren in ihren Gemeinden, in kirchlichen Verbänden und in der Gesellschaft. Sie erwarten keine Sonderrechte, sondern Respekt, Anerkennung und seelsorgerliche Begleitung.“
Gerade vor dem Katholikentag müsse deutlich werden, dass Kirche Brücken bauen und nicht neue Mauern errichten sollte. Eine Kirche, die zuhört und Menschen ernst nimmt, gewinnt Glaubwürdigkeit. Eine Kirche, die sich der Lebenswirklichkeit vieler Gläubiger verschließt, verliert Vertrauen.
Jakob Schneider abschließend:
„Die Kirche steht vor der Entscheidung, ob sie weiter über Menschen spricht oder endlich mit ihnen. Segensfeiern für schwule und lesbische Paare sind ein notwendiger Schritt hin zu mehr Würde, Respekt und Glaubwürdigkeit. Die deutschen Bischöfe sollten diesen Weg mutig weitergehen.“
LSU Bayern im Austausch mit CSU-Landtagsfraktion – Auftakt für vertiefte Zusammenarbeit
München, 29. Januar 2026
Der Landesvorstand der LSU Bayern hat sich zu einem gemeinsamen Arbeitsgespräch mit Mitgliedern der CSU-Landtagsfraktion sowie dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek getroffen. Ziel des Treffens war ein erster inhaltlicher Austausch sowie die Abstimmung zentraler Themenfelder für die kommenden Monate.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen gesellschaftspolitische Fragestellungen, insbesondere die Weiterentwicklung einer modernen Gleichstellungs- und Vielfaltspolitik auf bayerischer Ebene, der Umgang mit Diskriminierung sowie Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe. Dabei wurde deutlich, dass es auf beiden Seiten ein gemeinsames Interesse gibt, diese Themen sachlich, lösungsorientiert und im Rahmen der christlich-sozialen Grundwerte weiterzuentwickeln.
Das Treffen diente ausdrücklich als Auftakt: In den kommenden Monaten sollen die Gespräche vertieft und thematisch konkretisiert werden. Geplant sind weitere Arbeitsformate, um fachliche Positionen abzustimmen und Impulse aus der LSU Bayern gezielt in die parlamentarische Arbeit der CSU einzubringen.
Der Landesvorstand der LSU Bayern begrüßt die Offenheit und Gesprächsbereitschaft der CSU-Landtagsfraktion. Der konstruktive Austausch zeigt, dass gesellschaftspolitische Herausforderungen gemeinsam angegangen werden können – pragmatisch, respektvoll und mit Blick auf tragfähige Lösungen für die Zukunft Bayerns.
Die LSU Bayern versteht sich dabei weiterhin als Impulsgeber innerhalb der Union und wird den begonnenen Dialog aktiv fortsetzen.
LSU Bayern begrüßt ersten Schritt beim Bayerischen Aktionsplan Queer und wirbt für Sachlichkeit im weiteren Prozess
München, 25. Januar 2026
Die LSU Bayern begrüßt die aktuellen Ankündigungen der Bayerischen Staatsregierung zur Förderung erster Projekte im Rahmen eines künftigen Bayerischen Aktionsplans Queer. Die nun vorgestellten Maßnahmen markieren aus Sicht der LSU Bayern einen wichtigen und richtigen Anfang auf dem Weg zu einer umfassenden landesweiten Strategie für Akzeptanz, Schutz und Gleichberechtigung queerer Menschen in Bayern.
Dass zunächst einzelne Projekte mit einem Volumen von rund 350.000 Euro gefördert werden, ist ein bewusst gewählter Einstieg in einen komplexen politischen Prozess. Aktionspläne dieser Tragweite müssen sorgfältig vorbereitet, zwischen den Ressorts abgestimmt und in tragfähige rechtliche Strukturen überführt werden. Dies erfordert Zeit, fachliche Prüfung und politische Verantwortung.
Die LSU Bayern weist darauf hin, dass Ministerien nicht nur Programme ankündigen, sondern diese auch in belastbare Regelungen, Förderstrukturen und – wo erforderlich – gesetzliche Grundlagen überführen müssen. Ein nachhaltiger Aktionsplan entsteht daher nicht über Nacht, sondern in einem mehrstufigen Verfahren.
Die nun geförderten Projekte sind aus Sicht der LSU Bayern kein Endpunkt, sondern der Auftakt:
- Sie ermöglichen erste praktische Erfahrungen,
- sie schaffen Erkenntnisse für eine landesweite Umsetzung,
- und sie setzen ein klares Signal, dass der Freistaat Bayern das Thema ernst nimmt.
Gleichzeitig appelliert die LSU Bayern an Kritikerinnen und Kritiker, dem weiteren
Prozess die notwendige Zeit zuzugestehen. Die angekündigten Projekte sind als
Startphase zu verstehen, auf der ein vollständiger Aktionsplan aufbauen kann und soll.
„Politische Verantwortung zeigt sich nicht in schnellen Überschriften, sondern in tragfähigen Lösungen. Dass die Staatsregierung diesen Weg strukturiert und Schritt für Schritt geht, halten wir für richtig“, erklärt die LSU Bayern.
Die LSU Bayern ist überzeugt: Ein erfolgreicher Bayerischer Aktionsplan Queer braucht:
- fachliche Sorgfalt,
- rechtliche Klarheit,
- transparente Finanzierung
- und einen kontinuierlichen Dialog mit Verbänden und Zivilgesellschaft.
Als Teil der CSU-Familie versteht sich die LSU Bayern dabei als konstruktive Brückenbauerin zwischen Community, Politik und Verwaltung. Sie wird den Prozess weiterhin eng begleiten, fachlich unterstützen und darauf hinwirken, dass am Ende ein wirksamer, praxistauglicher und rechtssicherer Aktionsplan steht, der queere Menschen in ganz Bayern spürbar stärkt.
LSU Bayern zur Gewalt beim CSD in Berlin: LSU Bayern solidarisiert sich mit der CDU/LSU Berlin und verurteilt Gewalt beim Berliner CSD aufs Schärfste
München, 28. Juli 2025
„Ich verurteile die Angriffe auf die Mitglieder der LSU während des CSD aufs Schärfste.“ So der Regierende Bürgermeister von Berlin Kay Wegner und René Powilleit weiter: „Das war eine neue Dimension, die wir so bisher nicht beim CSD gekannt und erlebt haben und aufs Schärfste verurteilen.“
Solche Zitate hat man lange nicht mehr hören müssen: Es geht hier nicht um eine Lappalie, sondern tatsächlich um einen Angriff auf Leib und Leben.
Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) Bayern stehen fest an der Seite ihrer Parteifreundinnen und Parteifreunde in der CDU und der LSU Berlin. Wir verurteilen die gewalttätigen Übergriffe auf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Christopher Street Day in Berlin aufs Schärfste. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden zwei Mitglieder der Union während der Parade attackiert und dabei körperlich angegriffen.
Die queerpolitische Sprecherin der Berliner CDU-Fraktion, Lisa Knack, wurde ins Gesicht gespuckt und ein weiteres LSU-Mitglied wurde geschlagen. Ein friedlicher Protest für die Rechte der queeren Community darf niemals durch Hass und Gewalt entwertet werden.
Der CSD Berlin distanziert sich und bekennt sich offen gegen diese Taten: „Unsere Solidarität gilt den Betroffenen!“ Sachliche Kritik an der CDU sei berechtigt.
„Gleichzeitig erkennen wir queere Strukturen innerhalb von Parteien und Unternehmen an, die sich – oft gegen große Widerstände – für unsere Rechte stark machen.“
„Unsere Solidarität als LSU Bayern gilt uneingeschränkt den betroffenen Kolleginnen und Kollegen der LSU Berlin! Wenn man blaue Flecken dafür in Kauf nehmen muss, weil man Mensch ist und ist wie man ist, dann können und dürfen wir das nicht hinnehmen!“, erklärt Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern. „Gewalt gegen unsere Mitglieder und jedwede Form von körperlicher Aggression ist völlig inakzeptabel.
Der CSD ist ein Fest der Freiheit und Toleranz.
Leider hat in allen Landesteilen unserer Republik die Aggression gegen die LSBTIQ+-Gesellschaft zugenommen. Wir erwarten von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Respekt – allen gegenüber politisch anders Denkenden!“
Die LSU Bayern nimmt mit Sorge wahr, dass Angriffe auf konservative Gruppen bei verschiedenen CSD-Veranstaltungen zunehmen. Schon im Vorfeld und während der diesjährigen CSD-Saison kam es bundesweit zu Pöbeleien und körperlichen Übergriffen gegen Teilnehmende der CDU und CSU.
„Das sind leider keine Einzelfälle mehr“, so Schneider. „Wir müssen als Gesellschaft wachsam sein und können diese Gewalt nicht tolerieren – egal gegen wen sie sich richtet. Kritik und kontroverse Debatten gehören in die Politik, aber Angriffe haben keinen Platz auf unseren Straßen. Diese Konflikte gehören mit Debatten und nicht mit der Faust ausgetragen.
Wir als Community müssen gegenseitig Verantwortung füreinander übernehmen, sonst schaden wir dem, wofür wir eigentlich kämpfen, nämlich Freiheit, Anerkennung und Gleichberechtigung!“
Die LSU Bayern ruft die Veranstalterinnen und Veranstalter des CSD, die Sicherheitsbehörden und die Politik zu enger Zusammenarbeit auf, damit Christopher-Street-Day-Demonstrationen in Zukunft wieder sicher und friedlich verlaufen können. Zugleich danken wir den zahlreichen Polizistinnen und Polizisten, den Ersthelferinnen und Ersthelfern, ehrenamtlichen Ordnerinnen und Ordnern und allen Mitwirkenden, die sich in Berlin und allen Städten dieses Planeten für den Schutz der Teilnehmenden einsetzen.
Gegendarstellung: Gegenstellungnahme der LSU Bayern zur aktuellen öffentlichen Debatte in diversen Medien
München, 19. Juli 2025
Queeres Leben ist Teil Bayerns – Die Union kann und will mehr als Kulturkampf
Jakob Schneider:
„Wir zeigen, dass konservativ und queerfreundlich kein Widerspruch sein muss!“
Die LSU Bayern nimmt Stellung zur aktuellen öffentlichen Debatte über die Haltung der Union zu queeren Menschen. In einem Meinungsbeitrag auf queer.de wird CDU und CSU pauschal vorgeworfen, queeres Leben systematisch zu delegitimieren. Diese Darstellung greift zu kurz, ist falsch und wird der Realität innerhalb der Union – insbesondere in der CSU Bayern – nicht gerecht.
Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern, erklärt:
„Es gibt innerhalb der Union unterschiedliche Stimmen und das macht eine Volkspartei auch aus. Ich finde manche Wortmeldungen – etwa zur Regenbogenflagge an Schulen oder auf dem Bundestag – sehr unglücklich und nicht zielführend. Aber gerade in Bayern hat die CSU in den letzten Jahren sichtbare Schritte auf die queere Community zu gemacht.
Dass die CSU-Stadtratsfraktion mit einer eigenen Fußgruppe beim CSD München vertreten war, dass der Bayerische Landtag und die Staatskanzlei die Regenbogenfahne hissen, und dass LSBTIQ+-Anliegen auf kommunaler Ebene zunehmend gehört werden – das sind keine Nebensächlichkeiten. Das sind Zeichen des Wandels, den wir als LSU Bayern aktiv mitgestalten. Ich denke, dass viele Mandatsträgerinnen und Mandatsträger heute ganz anders denken und handeln, als sie dies vor 20 Jahren noch getan hätten.“
Mit Blick auf den aktuellen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion zur christlichen Beflaggung von MVG-Fahrzeugen äußert sich die LSU Bayern kritisch:
„Die Idee, an hohen christlichen Feiertagen sichtbare Zeichen des Respekts zu zeigen, ist nachvollziehbar. Aber im direkten Zusammenhang mit der Regenbogenbeflaggung wirkt der Antrag sehr unglücklich. Er öffnet Tür und Tor für die falsche Annahme, queere Sichtbarkeit sei eine einseitige oder zu kompensierende Geste – und relativiert damit unbeabsichtigt deren gesellschaftliche Bedeutung.“
Die LSU Bayern ruft dazu auf, symbolpolitische Fragen sensibler zu behandeln – gerade in einer vielfältigen Stadt wie München. Sichtbarkeit sei keine Einbahnstraße, aber sie dürfe auch nicht zum Nullsummenspiel werden.
Gleichzeitig setzt sich die LSU Bayern innerhalb der CSU konsequent für folgende Forderungen ein:
- Dauerhafte Sichtbarkeit queeren Lebens an Schulen, Behörden und im öffentlichen Raum – unter anderem auch durch Regenbogenbeflaggung.
- Ein Bayerischer Aktionsplan für Vielfalt und gegen Queerfeindlichkeit, inklusive gezielter Bildungs- und Präventionsmaßnahmen.
- Schutz queerer Jugendlicher in Schule und Freizeit durch Aufklärung, psychosoziale Angebote und Ansprechpersonen.
- Rechtsklarheit statt Verunsicherung: Öffentliche Einrichtungen sollen wissen, dass queere Symbolik politisch erwünscht ist.
- Volle Gleichstellung queerer Familienmodelle im Landesrecht und der Verwaltung.
Schneider betont:
„Wir können nicht zulassen, dass queeres Leben zur Projektionsfläche gemacht wird – weder für Unsicherheiten noch für parteipolitische Taktik. Bayern ist vielfältig!
Die Union muss das auch bleiben.
Die LSU Bayern ist der Beweis: Konservativ sein heißt nicht, rückwärts zu gehen.
Es heißt, das Gute zu bewahren, Verantwortung für alle Menschen zu übernehmen, aber sich auch weiterzuentwickeln. Das gilt auch für Menschen wie uns in der LSBTIQ+-Gesellschaft. Es muss die Liberalitas Bavarica gelten.“
Die LSU Bayern setzt sich für eine CSU ein, die in der gesellschaftlichen Realität von 2025 ankommt – mit offenem Blick, festen Werten und dem Mut zur Vielfalt.
CSD München 2025: CSU und LSU Bayern setzen starkes Zeichen für Vielfalt – Sehr gutes Ergebnis für die gemeinsame Teilnahme
München, 30. Juni 2025
Die diesjährige Teilnahme der CSU gemeinsam mit der LSU Bayern am Christopher Street Day (CSD) in München war ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Für ein Land, in dem alle sie selbst sein dürfen“ präsentierten sich CSU und LSU geschlossen und engagiert im Rahmen der Politparade und des Straßenfests.
Die gemeinsame Fußgruppe von CSU und LSU Bayern war ein sichtbares und viel beachtetes Zeichen für Offenheit, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch der Informationsstand am Straßenfest fand großen Zuspruch – zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern, betonte:
„Der CSD München ist nicht nur ein buntes Fest, sondern ein klares politisches Signal für Akzeptanz, Gleichberechtigung und Respekt. Umso wichtiger ist es, dass auch wir als LSU Bayern zusammen mit der CSU hier Flagge zeigen. Das durchweg positive Echo und die starke Beteiligung aus der Partei zeigen: Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Auch Ulf Schröder, Landesschatzmeister der LSU Bayern und Mitglied des Bundesvorstands, zog ein sehr positives Fazit:
„Wir haben heute deutlich gemacht, dass sich Einsatz für Freiheit und individuelle Entfaltung mit konservativen Grundwerten verbinden lässt. Die CSU steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt – und der gilt für alle Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Identität.“
Die LSU Bayern bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die die erfolgreiche Teilnahme am CSD München ermöglicht haben. Die Zusammenarbeit mit der CSU-Stadtratsfraktion sowie das große ehrenamtliche Engagement an diesem Tag zeigen eindrucksvoll: Für ein freies und vielfältiges Bayern lohnt es sich, gemeinsam einzustehen.
Budapest Pride: Polizeiverbot und staatliche Repression – LSU Bayern fordert Achtung der Menschenrechte in Ungarn
München, 22. Juni 2025
Am kommenden Samstag, den 28. Juni 2025, finden zeitgleich die Christopher-Street-Day-Paraden (CSD) in München, Würzburg und Budapest statt. Während in Bayern zehntausende Menschen friedlich und sichtbar für Akzeptanz und Gleichberechtigung demonstrieren, wurde in Budapest die traditionelle Pride-Demonstration von den Behörden untersagt.
Die LSU Bayern zeigt sich erschüttert über das polizeiliche Verbot der Budapest Pride, das unter dem Vorwand der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausgesprochen wurde.
„Das ist nichts anderes als ein staatlich organisiertes Schweigen. Wer queere Stimmen unterdrückt, verlässt den demokratischen Grundkonsens Europas“, erklärt Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern.
Besonders empörend ist, dass das Verbot im Kontext einer zunehmend repressiven Politik gegen LGBTIQ*-Menschen in Ungarn steht. Die jüngst vom ungarischen Parlament beschlossene sogenannte Kindesschutzreform stellt queeres Leben in eine kriminelle Nähe – ein Gesetz, das nicht schützt, sondern ausgrenzt.
„Wir verurteilen das Verbot der Budapest Pride und die autoritäre Gesetzgebung in Ungarn mit aller Deutlichkeit“, so Schneider weiter. „Während wir in München und Würzburg offen feiern, dürfen Menschen in Budapest nicht einmal friedlich demonstrieren.
Unsere Solidarität gilt all jenen, die trotz Repressionen für ihre Würde, ihre Rechte und ihre Freiheit kämpfen.“
Die LSU Bayern fordert die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, gegenüber Ungarn klare Worte zu finden und endlich spürbare Konsequenzen folgen zu lassen. Menschenrechte sind nicht optional – sie gelten überall in Europa.
LSU Bayern und CSU-Stadtratsfraktion setzen gemeinsam starkes Zeichen beim CSD München – Unterstützung für queeres Netzwerk der Bayerischen Staatsverwaltung
München, 20. Juni 2025
Die LSU Bayern (Lesben und Schwule in der Union Bayern) wird in diesem Jahr gemeinsam mit der CSU-Stadtratsfraktion München am Christopher Street Day (CSD) München am 28. Juni 2025 teilnehmen. Unter dem Motto „Für ein Land, in dem alle sie selbst sein dürfen“ treten beide Organisationen erneut mit einer gemeinsamen Fußgruppe und einem Informationsstand auf dem Straßenfest auf.
Besonders erfreut zeigt sich die LSU Bayern über die angekündigte Teilnahme des Netzwerks „Queers & Friends“ aus der Bayerischen Staatsverwaltung an der CSD-Demonstration:
„In Zeiten, in denen queere Beschäftigte des Bundes – wie zuletzt in Berlin – von ihrer Verwaltung an der Teilnahme gehindert werden, ist es umso wichtiger, dass der Freistaat Bayern ein klares Bekenntnis zur Vielfalt seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgibt. Wir begrüßen die Teilnahme von ‚Queers & Friends‘ ausdrücklich“, erklärt Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern.
Gemeinsam mit der CSU-Stadtratsfraktion will die LSU Bayern erneut ein Zeichen für Sichtbarkeit, Akzeptanz und die Gleichstellung queerer Menschen setzen – in der Stadtgesellschaft ebenso wie im Staatsdienst.
„München steht für ein Miteinander, das auf Respekt und Freiheit basiert. Die gemeinsame Teilnahme von queeren Netzwerken aus Politik und Verwaltung ist ein starkes Symbol für ein modernes, weltoffenes Bayern“, so Schneider weiter.
Die LSU Bayern lädt alle Interessierten herzlich ein, sich dem gemeinsamen Auftritt anzuschließen und beim CSD München ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Selbstbestimmung zu setzen.
LSU Bayern startet in die CSD-Saison 2025 – Für ein Land, in dem alle sie selbst sein dürfen
München, Mai 2025
Die LSU Bayern (Lesben und Schwule in der Union) startet mit einem klaren Bekenntnis in die CSD-Saison 2025: „Für ein Land, in dem alle sie selbst sein dürfen.“ Unter diesem Motto zeigt die LSU Bayern in ganz Bayern Flagge für Selbstbestimmung, Akzeptanz und die Rechte der queeren Community.
Auch in diesem Jahr ist die LSU Bayern bei zahlreichen Christopher-Street-Day-Veranstaltungen im Freistaat präsent – mit Infoständen, politischen Impulsen und einem offenen Ohr für die Anliegen der LGBTIQ*-Community.
Jakob Schneider, Landesvorsitzender der LSU Bayern, betont:
„Unser Motto bringt auf den Punkt, worum es geht: Jeder Mensch soll in Freiheit, Sicherheit und Würde leben und lieben dürfen. Wir setzen uns für ein Bayern ein, das Vielfalt nicht nur anerkennt, sondern aktiv schützt.“
Die LSU Bayern freut sich auf Begegnungen und Gespräche mit der Community vor Ort.
Gemeinsam wollen wir auch 2025 ein deutliches Zeichen für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Solidarität setzen – innerhalb und außerhalb der Union.